Heinz Hentschke

1.4.1904 (Friedrichsberg) - 14.7.1993 (Berlin (Ost))

Der am 1. April 1904 in Friedrichsberg (heute Berlin-Lichtenberg) als Sohn eines Schlossers und einer Krankenpflegerin geborene Heinz Hentschke erlernt den Beruf des Schriftsetzers. Bis 1928 ist er auf Wanderschaft durch Deutschland und die Schweiz.

Nach einer Mitgliedschaft im Verein christlicher junger Männer schließt er sich dem Jung-Spartakusbund und 1919 der Sozialistischen Arbeiterjugend an. Er wechselt zum Kommunistischen Jugendverband und tritt 1924 der KPD bei und engagiert sich u.a. im Roten Frontkämpferbund, Arbeitersportverein "Fichte" und in der Roten Hilfe Deutschlands.

Hentschke wird Mitglied der Bezirksleitung Berlin-Brandenburg des Kommunistischen Jugendverbandes und arbeitet 1931-1933 im Internationalen Arbeiterverlag im Karl-Liebknecht-Haus. 1932 ist er Teilnehmer einer Arbeiterdelegation und besucht die Sowjetunion.

1933 gehört er einer Sicherungsgruppe zur Absicherung der geheimen Funktionärstagung der KPD in Ziegenhals an und ist an der Überleitung der Berliner KPD in die Illegalität beteiligt. Nach einer zwischenzeitlichen Aktivität für den Abwehrapparat der KPD in Saarbrücken ist er 1934 am Aufbau einer geheimen Druckerei in Blankenfelde (bei Berlin) beteiligt. Dort wird er am 16. Februar 1935 in Blankenfelde festgenommen und in das Geheime Staatspolizeiamt und das Columbia-Haus gebracht. Am 18. Juni 1935 wird er vom „Volksgerichtshof“ zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. Er verbüßt die Strafe im Zuchthaus Luckau und den Strafgefangenenlagern Esterwegen und Aschendorfer Moor. Bis zur Befreiung durch die Rote Armee am 1. Mai 1945 ist er wieder im Geheimen Staatspolizeiamt inhaftiert.

1945 tritt er wieder in die KPD ein, dann die SED und lebt in Berlin-Müggelheim, wo er sich als Ortschronist und in verschiedenen politischen Funktionen engagiert. Er stirbt am 14. Juli 1993.

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