Ewald Jahnen

01.05.1901, Kupferdreh bei Essen – 06.03.1936, Untersuchungshaftanstalt Berlin-Moabit
Historisches Foto von Ewald Jahnen: Ein mittelalter Mann mit kantigem Gesicht und hellen, wachen Augen. Sein volles dunkles Haar ist zurückgekämmt.

Ewald Jahnen, Aufnahme der Geheimen Staatspolizei Mai 1935

Ewald Jahnen wird am 1. Mai 1901 in Kupferdreh bei Essen geboren. Er lernt Schlosser, schließt sich der USPD und 1920 der KPD an und gehört zu den Funktionären des RFB in Essen. 1932 reist er in die Sowjetunion und absolviert einen Lehrgang an der Internationalen Leninschule in Moskau. Im Sommer 1933 kehrt er nach Deutschland zurück und arbeitet mit Wilhelm Bahnik, dem Leiter des BB-Ressorts ("Betriebsberichterstattung", d.h. Betriebsspionage) des Abwehrapparats der KPD zusammen. Er organisiert die Beschaffung und Weiterleitung geheimer Nachrichten u.a. über Gerhard Diehl, Erna Überrhein und Felix Bobek.

Ewald Jahnen wird am 15. Mai 1935 festgenommen und gemeinsam mit Felix Bobek noch am selben Tag in das KZ Columbia eingeliefert. Dort bleibt er bis Oktober 1935 inhaftiert. In den folgenden Monaten wird Ewald Jahnen während der Gestapoverhöre in der Prinz-Albrecht-Straße 8 grausam gefoltert. Am 6. März 1936 wird Ewald Jahnen in seiner Zelle in der Untersuchungshaftanstalt Berlin-Moabit - vermutlich nach einem Suizid - tot aufgefunden.

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