Günther Lüders

5.3.1905 (Lübeck) - 1.3.1975 (Düsseldorf)

Günther Lüders wird am 5. März 1905 in Lübeck geboren. Er debütiert 1924 als Schauspieler am Stadttheater seiner Geburtsstadt, spielt in Frankfurt am Main und in Dessau und geht 1934 nach Berlin. Dort tritt er nicht nur wie bisher im klassischen Theater, sondern vor allem im Kabarett „Die Katakombe“ auf. In der NS- Zeit werden dort mit verklausulierten und systemkritischen Andeutungen sowie spöttelnden Texten Publikumserfolge erzielt.

Am 10. Mai 1935 wird das Kabarett von der Geheimen Staatspolizei geschlossen und Günther Lüders zusammen mit Werner Finck, Walter Gross, Walter Lieck und Heinrich Giesen festgenommen. Nach Verhören im Geheimen Staatpolizeiamt wird er zunächst in das KZ Columbia gebracht. Anschließend wird er nach einer Entscheidung von Reichsminister Goebbels „für die Dauer von 6 Wochen in ein Lager mit körperlicher Arbeit“ überführt. Er kommt in das KZ Esterwegen. Dort wird er am 1. Juli 1935 entlassen. Die Verhandlung vor dem Sondergericht des Landgerichts Berlin unter anderem wegen Vergehen gegen das „Heimtückegesetz“ endet mit einem Freispruch mangels Beweise.

Lüders ist danach in zahlreichen kleineren Rollen in Filmen zu sehen. Nach 1945 setzt er seine Tätigkeit als Schauspieler und gelegentlich als Regisseur fort. Von 1961 bis 1963 ist er Intendant der Württembergischen Staatstheater in Stuttgart. Günther Lüders verstirbt am 1. März 1975 in Düsseldorf.

Bilder und Dokumente

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