Walter Trautschold

20.2.1902 (Berlin) - 22.4.1969 (Berlin)

Der am 20. Februar 1902 in Berlin als Sohn des Schauspielers Gustav Trautschold (1871-1944) geborene Walter Trautschold beginnt 1920 eine künstlerische Ausbildung an der Staatlichen Kunstgewerbeschule Berlin. Er arbeitet als Maler und Zeichner von Akt- und Ganzkörperportraits junger Frauen und Bühnenbildner sowie Illustrator und Karikaturist für die Satirezeitschrift „Lachen links“. Der für seine kritischen Zeichnungen bekannte Mann arbeitet auch für das Kabarett „Die Katakombe“. Ihm wird vorgeworfen, durch von Werner Finck erläuterte Zeichnungen den Preußischen Ministerpräsidenten Hermann Göring lächerlich gemacht zu haben.

Am 10. Mai 1935 wird das Kabarett von der Geheimen Staatspolizei geschlossen und der im Barneyweg 5 in Berlin lebende Walter Trautschold zusammen mit den Schauspielern Werner Finck und Heinrich Giesen festgenommen. Nach Verhören im Geheimen Staatpolizeiamt wird er zunächst in das KZ Columbia gebracht. Anschließend ist er nach einer Entscheidung von Reichsminister Goebbels „für die Dauer von 6 Wochen in ein Lager mit körperlicher Arbeit zu überführen.“ Er kommt in das KZ Esterwegen. Dort wird er am 1. Juli 1935 entlassen.

Die Verhandlung vor dem Sondergericht des Landgerichts Berlin unter anderem wegen Vergehen gegen das „Heimtückegesetz“ endet mit einem Freispruch mangels Beweise. Walter Trautschold lebt bis zu seinem Tod am 22. April 1969 in Berlin.

Bilder und Dokumente

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